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Harley-Davidson ist startklar für 2016

Alles für die Freiheit, Freiheit für alle! So lautet ein Credo der amerikanischen Kult-Motorradmarke Harley-Davidson. Harley steht für mehr als Motorradfahren, es ist auch eine Weltanschauung. Dabei hat sich die Marke mit dem jetzt präsentierten, neuen Jahrgang praktisch völlig neu erfunden: mit einem neuen Rahmen, neuen Motoren und neuen Fahrwerken.

Alles für die Freiheit, Freiheit für alle! So lautet ein Credo der amerikanischen Kult-Motorradmarke Harley-Davidson. Harley steht für mehr als Motorradfahren, es ist auch eine Weltanschauung. Dabei hat sich die Marke mit dem jetzt präsentierten, neuen Jahrgang praktisch völlig neu erfunden: mit einem neuen Rahmen, neuen Motoren und neuen Fahrwerken.

„Cruiser sind unser Kerngeschäft. Da geht es um Gefühle“, erklärt Peter Michael Keppler, Direktor für Produktplanung bei Harley-Davidson, die Motivation für die Neuerungen. „Wir haben uns den Markt durch die Augen der Nutzer angeschaut. So sind wir zu den neuen Softail-Modellen gekommen.“

Softail? Optisch sieht der Fahrzeugrahmen ähnlich wie ein alter Starrrahmen aus, doch es gibt natürlich eine gefederte Schwinge hinten. Gleichzeitig hat der Hersteller das Modellangebot komplett überarbeitet. Herausgekommen sind leichtere, schnellere Maschinen mit einem dramatisch verbesserten Handling. Die überarbeiteten Fahrwerke stecken die Mehrleistung der neuen Triebwerke souverän weg. So ist der neue Rahmen 34 Prozent steifer als bisher, wobei das klassische Aussehen beibehalten wurde.

„Im Prinzip haben wir mit einem weißen Blatt Papier angefangen“, beteuert Kirk Rasmussen, der bei Harley für das Styling verantwortlich zeichnet. Ihm war die Ästhetik besonders wichtig. Dabei durften die Traditionalisten unter den Markenfans nicht verprellt werden. Das scheint rundum gelungen zu sein. Und obwohl nun die Mehrheit der amerikanischen Big Twin-Bikes mit dem gleichen Rahmen ausgerüstet ist, strahlen alle Modelle einen ganz individuellen Charakter aus.

Für erste Probefahrten im Hinterland von Barcelona standen zunächst nur vier dieser neuen Maschinen zur Verfügung. Die Breakout (ab 21.595 Euro) steht lang und schwer auf den Rädern – das Vorderrad weist das ungewöhnliche Format 150/80-17 auf, das Hinterrad hat eine üppige Breite von rund 240 Millimetern. Das macht Kurvenfahren nicht gerade mühelos, und auch das Aufstellmoment beim Bremsen ist deutlich, doch so hat das Bike eine charakterstarke Ausstrahlung. Der flache, breite Lenker ist nur milde gekröpft. Mit lang gestreckten Armen und relativ weit vorn angeordneten Fußrasten passt sie nicht für Jedermann. Doch die neue Breakout lässt sie sich um Klassen einfacher beherrschen als ihr Vorgänger.

Leichter zu fahren und mit mehr Schräglagenfreiheit als bisher – das gilt auch für die Street Bob (ab 14 495 Euro) des Jahrgangs 2018. 1,85 Meter große Fahrer müssen sich wie ein Klappmeser falten, wenn sie losfahren wollen. Über den hohen Lenker bekommt der Fahrer das Bike aber gut in den Griff. In Kurven setzen seitliche Bauteile nicht mehr so früh auf dem Boden auf wie bisher.

Ergonomisch für Fahrer der erwähnten Größe passt die Fatbob (ab 17 895 Euro) auf Anhieb ausgezeichnet. Die Lenkerenden und die Hände finden spontan zusammen, der Knieschluss am Tank fördert sofort großes Vertrauen in die Maschine. Als erhebliche Verbesserung zu erkennen ist die einfache Erreichbarkeit der Justierung von Federvorspannung der Hinterradfederung wie bei weiteren Modellen des Jahrgangs: Über einen Drehknopf rechts an der Seite ist sie ohne Werkzeug einzustellen.